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tu Dortmund

Strukturdatenerhebung Offene Kinder- und Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen

Mit der Reform des Landesjugendplans wurde im Jahr 1999 in Nordrhein-Westfalen (NRW) ein so genannter "Wirksamkeitsdialog" veranlasst, der einer fachlichen Reflexion der Landesförderung dienen soll. In der Folge dieser Landesinitiative sind für verschiedene Arbeitsfelder der Kinder- und Jugendhilfe bzw. für unterschiedliche Förderschwerpunkte des Jugendplans und unter Federführung der beiden Landesjugendämter jeweils projektsteuernde Arbeitsgruppen eingesetzt worden. Im Rahmen der Aktivitäten für das Arbeitsfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) und der so genannten Erprobungsphase wurde an der Universität Dortmund in Kooperation mit VertreterInnen öffentlicher und freier Akteure der Kinder- und Jugendarbeit und in Abstimmung mit dem Arbeitskreis zur Steuerung des landesweiten Wirksamkeitsdialogs ein Erhebungsinstrument zur landesweiten Erfassung der Strukturdaten der OKJA entwickelt. Dieses Instrument soll ...

  • landesweit einsetzbar sein;

  • Daten ermitteln, die auf der Ebene der Kommunen und Kreise aggregiert werden;

  • quantitativ zu ermittelnde Strukturaspekte der facettenreichen Offenen Kinder- und Jugend­arbeit erfassen und

  • auf den Erhebungskonzepten und Erfahrungen der Kommunen und Kreise aufbauen und dort vorhandene Instrumente so weit wie möglich integrieren.

Die Befragung wurde im Jahr 2002 erstmalig durchgeführt, d.h. bei den 172 Jugendämtern in Nordrhein-Westfalen wurden die für ihren Zuständigkeitsbereich aggregierten Daten des Berichtsjahres 2001 zu den Themenkomplexen Finanzen, Angebote, Personal und BesucherInnen abgefragt. Mittlerweile konnte die dritte Erhebung zum Berichtsjahr 2004 gestartet werden.

Ein besonderes Merkmal dieser schriftlichen Befragung ist darin zu sehen, dass das Erhebungsinstrument neben sich wiederholenden Abfragen auch variable Bestandteile enthält, die für jedes Berichtsjahr einen anderen Gegenstandsbereich beleuchten. Wurden zuerst Fragen zum Angebot geschlechtsspezifscher Arbeit und in der zweiten Erhebung zur Angebotsstruktur für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund gestellt, erfolgen zurzeit Abfragen zur Organisation der kommunalen Wirksamkeitsdialoge und Berichtswesensysteme. Ein weiteres Spezifikum der Strukturdatenerhebung ist darin zu sehen, dass nicht nur die Ersten­twicklung des Erhebungsinstruments in Kooperation mit VertreterInnen der öffentlichen und freien Träger der OKJA stattgefunden hat, sondern auch die Weiterentwicklung auf einem Dialogverfahren gründet. Als Fundamente dienen in diesem Kontext einerseits die landesweite Arbeitsgruppe zum Wirksamkeitsdialog und andererseits die so genannten "Dialogforen".

Laufzeit

August 2000 - Juni 2006

Förderung

Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI)

Mitarbeiter/-innen

Dr. Reinhard Liebig
Tel.: 0211/81-14654 (FH Düsseldorf)
E-Mail:reinhard.liebig@fh-duesseldorf.dejlange@fk12.tu-dortmund.de

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