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tu Dortmund

Landesweites Berichtswesen zu den Hilfen zur Erziehung in Nordrhein-Westfalen – HzE Bericht

Eine gute Politik beginnt genauso wie eine gute Planung mit der zur Kenntnisnahme der Realitäten. Dies gilt für die Kinder- und Jugendhilfe genauso wie für andere gesellschaftliche Teilbereiche. Diese allgemeine Feststellung weist in diesem Falle für die Kinder- und Jugendhilfe auf die Herausforderung hin, auf kommunaler Ebene für Planung und Politik eine Datengrundlage zu organisieren. Das landesweite Berichtswesen zu den Hilfen zur Erziehung leistet hierzu für das Arbeitsfeld der Hilfen zur Erziehung einen Beitrag. Zudem leistet es eine regelmäßige fachwissenschaftliche Analyse über die Gewährung und Inanspruchnahme von Leistungen der Hilfen zur Erziehung in Nordrhein-Westfalen. Ausgefüllt wird mit dem landesweiten Berichtswesen zu den Hilfen zur Erziehung in Nordrhein-Westfalen sowohl eine Informations- als auch eine Erkenntnisfunktion für die kommunale Jugendhilfeplanung und -politik.

Anlage und Nutzen der Untersuchung

Mit entscheidend für das Gelingen bzw. den Erfolg eines für kommunale Jugendhilfeplanung nutzbaren überörtlichen Berichtswesens ist die Datengrundlage. Für das landesweite Berichtswesen zu den Hilfen zur Erziehung ist das die die amtliche Kinder- und Jugendhilfestatistik mit ihrem differenzierten Erhebungskonzept speziell zu den Leistungen der Hilfen zur Erziehung sowie den regelmäßig zur Verfügung stehenden Informationen zu den Einrichtungen und tätigen Personen oder auch zu den finanziellen Aufwendungen in diesem Feld. Die Ergebnisse der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik werden den Kommunen zur Verfügung gestellt sowie einmal jährlich eine statistische Analyse zur Gewährung und Inanspruchnahme sowie zu ausgewählten Strukturmerkmalen des Arbeitsfeldes Hilfen zur Erziehung vorgelegt wird. Damit wird nicht nur die allgemeine Fachöffentlichkeit über die Situation im Feld der Hilfen zur Erziehung informiert, sondern darüber hinaus wird den Kommunen ein Arbeitsinstrument an die Hand gegeben, bei dem sie die eigene Situation in dem genannten Arbeitsfeld vergleichen können mit der Entwicklung im Land sowie regionalspezifischen Veränderungen.

Durchführung

  • Ein typisches Merkmal von Berichtswesensystemen sind Verlaufszyklen. Für das landesweite Berichtswesen zu den Hilfen zur Erziehung sind bei einer jährlichen Periodizität diesbezüglich zu unterscheiden:

  • Aufbereitung der Indikatoren zur Beobachtung der Gewährung und Inanspruchnahme von Leistungen der Hilfen zur Erziehung durch die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) im Forschungsverbund DJI/TU Dortmund

  • Analyse und Kommentierung der besagten Indikatoren sowie die Festlegung von thematischen Schwerpunkten für die aktuelle Publikation des HZE Berichtes; dabei wird die AKJStat beraten durch eine landesweite Arbeitsgruppe zur Qualifizierung der Jugendhilfestatistik in Nordrhein-Westfalen

  • Erstellung einer ersten Publikation der Grundanalysen und Verteilung derselben an alle Jugendämter in Nordrhein-Westfalen (Ergebnisse sind kostenfrei im Internet verfügbar)

  • Auswertung und Analyse von Ergebnissen der KJH-Statistik zu ausgewählten Themenschwerpunkten und deren Verschriftlichung

  • Diskussion der Auswertung und Analyse in der landesweiten Arbeitsgruppe zur Qualifizierung der Jugendhilfestatistik in Nordrhein-Westfalen sowie anschließende Erstellung der aktuellen Ausgabe des HzE Berichtes (seit 2015 wird der HzE Bericht im zweijährigen Rhythmus veröffentlicht (Veröffentlichung durch die Landesjugendämter; Ergebnisse sind kostenlos verfügbar); alternierend zu der Veröffentlichung des HzE Berichtes wird ebenfalls im zweijährigen Rhythmus eine Transferveranstaltung durchgeführt: s. Tagungsdokumentation der Fachveranstaltung vom 07.06.2016)

Laufzeit

seit Januar 2001 (Laufzeit pro HzE Bericht jeweils ein Jahr)

Kooperation

Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW)

LVR – Landesjugendamt Rheinland

LWL – Landesjugendamt Westfalen-Lippe

Förderung

Landesjugendamt Rheinland

Landesjugendamt Westfalen-Lippe

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Mitarbeiter/-innen

Sandra Fendrich
Tel.: 0231/755-6582
E-Mail: sandra.fendrich@tu-dortmund.de

Dr. Jens Pothmann
Tel.: 0231/755-5420
E-Mail: jens.pothmann@tu-dortmund.de

Agathe Tabel
Tel.: 0231/755-6583
E-Mail: agathe.tabel@tu-dortmund.de

Publikation

  • Fendrich, S./Pothmann, J./Tabel, A.: HzE Bericht 2014 (Datenbasis 2012). Entwicklungen bei der Inanspruchnahme und den Ausgaben erzieherischer Hilfen in Nordrhein-Westfalen. Dortmund u.a. 2014.
  • Fendrich, S./Pothmann, J./Tabel, A.: HzE Bericht 2012 (Datenbasis 2010). Gewährung und Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung in Nordrhein-Westfalen. Dortmund u.a. 2012.
  • Fendrich, S./Pothmann, J./Wilk, A.: HzE Bericht 2011 (Datenbasis 2009). Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung in Nordrhein-Westfalen zwischen fachlichen Herausforderungen und regionalen Disparitäten. Dortmund u.a. 2011.
  • Tabel, A./Pothmann, J./Fendrich, S.: HzE Bericht 2016 - Erste Ergebnisse. (Datenbasis 2014). Entwicklungen bei der Inanspruchnahme und den Ausgaben erziehersicher Hilfen in Nordrhein-Westfalen. Dortmund u.a. 2014.
  • Tabel, A./Pothmann, J./Fendrich, S.: HzE Bericht 2015 (Datenbasis 2013). Entwicklungen bei der Inanspruchnahme und den Ausgaben erzieherischer Hilfen in Nordrhein-Westfalen. Dortmund u.a. 2015.
  • Tabel, A./Fendrich, S./Pothmann, J.: HzE Bericht 2013 (Datenbasis 2011). Entwicklungen bei der Inanspruchnahme und den Ausgaben erzieherischer Hilfen in Nordrhein-Westfalen. Dortmund u.a. 2013.
  • Schilling, M./Fendrich S./Pothmannm, J./Wilk, A.: HzE Bericht 2010 (Datenbasis 2008). Gewährung und Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung in Nordrhein-Westfalen. Dortmund u.a. 2010.

Weblinks