DJI
tu Dortmund

Potenziale der Kinder- und Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen

Schwerpunkt des Forschungsprojekts ist die tiefergehende Analyse von Potenzialen der Kinder- und Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen. Es wird von der Hypothese ausgegangen, dass die Kinder- und Jugendarbeit Potenziale der Bildung, der Verantwortungsübernahme, der Vergemeinschaftung und der Integration hat, die sich auf die individuelle Ebene der Adressat/innen beziehen aber auch Leistungen mit gesellschaftlicher Dimension darstellen. Aus gesamtgesellschaftlicher Sicht kommt diesen Potenzialen eine grundlegende Bedeutung zu, weil sie Heranwachsenden Chancen und Erfahrungsräume eröffnen, die für das Aufwachsen und das Hineinwachsen in eine komplexer werdende Gesellschaft förderlich sind.

Ziele des Projektes sind, aufbauend auf einer definitorischen Rahmung der vier genannten Potenziale, Forschungsfragen zu entwickeln, mit denen die Praxis der Kinder- und Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen hinsichtlich der Potenziale untersucht werden kann (erste Projektphase) und zu überprüfen, ob und in welcher Form diese Potenziale in der Praxis wahrgenommen werden (zweite Projektphase).

Im Projektkontext wird folgenden Forschungsfragen nachgegangen:

·         Lassen sich die vier Potenziale – Bildungspotenzial, Verantwortungspotenzial, Gemeinschaftspotenzial und Integrationspotenzial – auf beiden Ebenen – individuelle Ebene sowie gesellschaftliche Ebene – abbilden?

·         Wenn ja, wie, d.h. in welcher Charakteristik lassen sich die Potenziale abbilden und ausdifferenzieren?

·         Wie werden diese Zuschreibungen von in der Kinder- und Jugendarbeit erfahrenen Personen wahrgenommen?

·         Was bedeuten die Potenziale der Kinder- und Jugendarbeit für ihre Adressat(inn)en?
Was bedeuten die Potenziale der Kinder- und Jugendarbeit für die Gesellschaft?

Methodisch wurde in der ersten Projektphase (2017) eine Literatur- und Dokumentenanalyse durchgeführt, in der die wichtigsten Ergebnisse aus aktuellen (empirischen) Forschungsvorhaben, Praxisberichten und weiteren Beiträgen der Beschäftigung mit den Potenzialen der Bildung, der Integration, der Vergemeinschaftung oder der Verantwortungsübernahme ausgewertet und zusammengefasst wurden.

In der zweiten Projektphase (2018) geht es darum, wie die zunächst theoretisch formulierten Potenziale der Kinder- und Jugendarbeit von dort tätigen Personen wahrgenommen werden. Dazu wurden Einzel- und Gruppeninterviews mit Expert(inn)en geführt. Einbezogen wurden Verantwortliche, freiwillig-ehrenamtlich oder hauptberuflich Tätige und Teilnehmende aus verschiedenen Feldern der Kinder- und Jugendarbeit sowie aus städtischen und ländlichen Räumen.

Unter dem Titel „Den Potenzialen auf der Spur“ wird am Montag, 19.11.2018, an der TU Dortmund ein Fachtag durchgeführt, um erste Forschungsergebnisse und Erkenntnisse zu präsentieren und zu diskutieren. Interessierte sind herzlich willkommen!

Parallel zu diesen Forschungstätigkeiten wird ein weiteres Projekt verfolgt. Geplant ist der Aufbau eines Panels aus Expertinnen und Experten der Kinder- und Jugendarbeit. Mit diesem Panel sollen regelmäßig Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen in der Kinder- und Jugendarbeit eingeholt werden und ggf. auch neue Forschungsfragen generiert werden. Das Instrument des Expert(inn)en-Panels scheint geeignet, durch regelmäßige Erhebungen Veränderungen darzustellen und Einstellungen gegenüber sich entwickelnden oder verändernden Phänomenen analysieren zu können.

Laufzeit

1. Projektphase: Februar 2017 - Dezember 2017

2. Projektphase: Januar 2018 - Dezember 2018

Förderung

Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI NRW)

 2.

Mitarbeiter/Innen

Dr. Julia von der Gathen-Huy
Tel.: 0231/755-6585
E-Mail: jgathen-huy@fk12.tu-dortmund.de

Diana Löser
Tel.: 0231/755-7496
E-Mail: diana.loeser@tu-dortmund.de

Erich Sass
Tel.: 0231/755-6554
E-Mail: erich.sass@tu-dortmund.de

Jonah Möller (wissenschaftliche Hilfskraft)

Mara Schmidt (studentische Hilfskraft)