DJI
tu Dortmund

VI Kinder- und Jugendarbeit

Die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit setzt mit ihren freiwilligen und niedrigschwelligen Angeboten an den alltäglichen Bedürfnissen der Heranwachsenden an. Sie bietet verschiedene Möglichkeiten der aktiven Teilnahme, Mitgestaltung und Verantwortungsübernahme und schafft Gelegenheitsstrukturen für Entwicklungs-, Sozialisations- und Bildungsprozesse, die sich von anderen gesellschaftlichen Institutionen, vor allem der Schule, grundlegend unterscheiden. Ihre im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) formulierten Aufgaben werden von öff entlichen und freien Trägern wahrgenommen. Mit der Diskussion um Bildung und gerechtes Aufwachsen, aber auch einer vielerorts zu beobachtenden fiskalischen Sparpolitik, hat sich auch in diesem Arbeitsbereich in den letzten Jahren der Legitimationsdruck verstärkt.

Die Forschung zu verschiedenen Themenfeldern der Kinderund Jugendarbeit begann bereits in den 1980er- und 1990er- Jahren ausgehend von Arbeiten Prof. Dr. Rauschenbachs vor allem zur verbandlichen Jugendarbeit. Mit dem vom Forschungsverbund veranstalteten ersten bundesweiten Fachkongress zur Kinder- und Jugendarbeit wurden 2002 unter Beteiligung von mehr als 1.200 Teilnehmenden aus Praxis, Politik und Wirtschaft Impulse für die Zukunft dieses Arbeitsfeldes gesetzt.

In der Folgezeit wurden eine Reihe von Forschungsaktivitäten mit unterschiedlichen Zielsetzungen und methodischen Zugängen angestoßen. Hierzu gehört die im Rahmen des "Wirksamkeitsdialogs" durchgeführte Strukturdatenerhebung zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit in NRW, die ein gelungenes Beispiel für die produktive Zusammenarbeit des Forschungsverbundes mit der Praxis darstellt. Zudem wurden die Effekte und Lernpotenziale der Kinder- und Jugendarbeit im Rahmen der Effekteforschung Kinder- und Jugendarbeit untersucht. Kontinuierlich werden außerdem Statistiken zur Kinder- Jugendarbeit durch die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik ausgewertet.

Zu den aktuellen Forschungsaktivitäten gehört das Projekt Keine Zeit für Jugendarbeit!?, in dem der Frage nachgegangen wird, mit welchen Strategien die Jugendorganisationen auf veränderte Rahmenbedingungen des Aufwachsens reagieren. Aktuell wird außerdem das landesweite Projekt der Arbeitsgemeinschaft Offene Türen Nordrhein-Westfalen e. V. Bildungs(s)gestalten - Offene Kinder- und Jugendarbeit gestalten Bildungslandschaften wissenschaftlich begleitet und die Rolle der Kinder- und Jugendarbeit in lokalen Bildungslandschaften beleuchtet.

Projekte

Potenziale der Kinder- und Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen

Bundesweiter Fachkongress Kinder- und Jugendarbeit 2016 - "Potenziale Erkennen | Zukunft Gestalten"

Jugendverbandsarbeit im Bildungsnetz – zur Rolle von Jugendverbänden und Jugendringen in Kommunalen Bildungslandschaften

Entwicklung eines "Monitoring kulturelle Jugendbildung NRW"

Wissenschaftliche Begleitung des Projekts "Bildung(s)gestalten - Offene Kinder- und Jugendarbeit und Familienbildung gestalten Bildungslandschaften"

Keine Zeit für Jugendarbeit!? Veränderte Bedingungen des Heranwachsens als Herausforderungen für die Jugendarbeit

Effekteforschung Kinder- und Jugendarbeit

Das Wissen zum Arbeitsfeld Kinder- und Jugendarbeit - Was wissen Arbeitgeber und was liefert die Forschung?

Strukturdatenerhebung Offene Kinder- und Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen

Bundesweiter Fachkogress "Kinder- und Jugendarbeit - Wege in die Zukunft"