Wenige Tage vor dem bundesweiten Tag der Kinderbetreuung am 11. Mai wurde der 5. ERiK‑Forschungsbericht zum Monitoring des KiTa‑Qualitäts‑ und Teilhabeverbesserungsgesetzes (KiQuTG) veröffentlicht. Der Bericht analysiert die Entwicklung der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) in Deutschland und in den Ländern seit 2019. Er wurde durch das K-iDA-Projektteam am Forschungsverbund DJI/TU Dortmund in Kooperation mit dem Projekt ERiK am Deutschen Jugendinstitut (DJI) erstellt.
Eine zentrale Grundlage der Analysen bilden Daten der amtlichen Kinder‑ und Jugendhilfestatistik (KJH‑Statistik), die gemeinsam mit weiteren Datensätzen wie der DJI‑Kinderbetreuungsstudie (KiBS) und den eigens zu diesem Zweck erhobenen ERiK‑Befragungen (von Jugendämtern, Kita-Trägern, leitendem und pädagogischem Kita-Personal sowie von Kindertagespflegepersonen) ausgewertet werden.
Der Bericht verdeutlicht die Dynamik im Feld der Kindertagesbetreuung und die Komplexität dessen Steuerung. Es werden einerseits Verbesserungen in zentralen Qualitätsindikatoren sichtbar, etwa bei den Personal-Kind-Schlüsseln, der räumlichen Ausstattung oder der Verbindlichkeit von Regelungen in vielen Kitas. Andererseits zeichnen sich weiterhin offene Aufgaben auf dem Weg zur Verbesserung der Teilhabe und Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse ab, welche als Ziele im KiQuTG formuliert sind. Die Personalsituation etwa bleibt eine zentrale Herausforderung; Personalausfälle stellen weiterhin eine erhebliche Belastung für Kindertageseinrichtungen dar und führen mitunter zu organisatorischen Maßnahmen wie verkürzten Öffnungszeiten oder vorübergehenden Gruppenschließungen. Auch die Angleichung zwischen den Ländern sowie die Verringerung der strukturellen Unterschiede liegt in den meisten Aspekten noch in weiter Ferne, wenn sich auch erste Annäherungen erkennen lassen.
Der Tabellenanhang zum ERiK-Forschungsbericht V ist ebenfalls auf der Projektseite abrufbar.
